Ich bin fünfzig, verdammt!

Ich bin fünfzig, verdammt! Das ist nicht die übliche Geschichte über die Midlife-Crisis. Keine Cabriolets, kein Ironman auf Hawaii, keine Liebhaberinnen in den Zwanzigern und keine plötzlichen spirituellen Erleuchtungen. Es ist vielmehr das ironische, bittere und bisweilen schonungslose Porträt eines Mannes (teilweise sehr autobiografisch), der sich der Fünfzig nähert und sich zu fragen beginnt, ob das Leben, das er führt, wirklich das ist, das er sich gewünscht hat.

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Kurze Zusammenfassung

Ich bin fünfzig, verdammt! Das ist nicht die übliche Geschichte über die Midlife-Crisis. Keine Cabriolets, kein Ironman auf Hawaii, keine Liebhaberinnen in den Zwanzigern und keine plötzlichen spirituellen Erleuchtungen. Es ist vielmehr das ironische, bittere und bisweilen schonungslose Porträt eines Mannes (teilweise sehr autobiografisch), der sich der Fünfzig nähert und sich zu fragen beginnt, ob das Leben, das er führt, wirklich das ist, das er sich gewünscht hat.<br />Zwischen beruflichen Erwartungen, familiären Verpflichtungen, alternden Eltern, heranwachsenden Kindern und einer Gesellschaft, die von Erfolg und Äusserlichkeiten besessen ist, setzt sich der Protagonist mit seinen eigenen Widersprüchen, Unsicherheiten und kleinen alltäglichen Niederlagen auseinander.<br />Eine Reise zwischen Sarkasmus und Verletzlichkeit, ohne Motivationsrezepte oder Versprechen einer Wiedergeburt. Denn mit fünfzig geht es vielleicht nicht mehr darum, jemand zu werden, sondern zu verstehen, wer wir sind, ohne weiterhin so zu tun, als wären wir jemand anderes.

Die Idee des Buches

Fünfzig Jahre. Eine runde, bedeutende, symbolträchtige Zahl. Für manche steht sie für Reife, Stabilität, den Moment, in dem man endlich die Früchte eines Lebens voller Arbeit und Entbehrungen erntet. Für andere ist es ganz einfach der Moment, in dem man in den Spiegel schaut und ausruft: Scheisse!
Die Idee zu diesem Buch entstand genau aus diesem Widerspruch heraus. Aus der Kluft zwischen dem, was wir zu werden glaubten, und dem, was wir tatsächlich geworden sind. Zwischen den Erwartungen der anderen, den Erwartungen, die wir uns selbst aufgebaut haben, und einer Realität, die selten dem imaginären Drehbuch folgt.
Mit fünfzig sollten wir eigentlich verstanden haben, wie das Leben funktioniert. Wir sollten beruflich etabliert, finanziell abgesichert, emotional ausgeglichen, vorbildliche Eltern, präsente Partner und möglichst noch fit sein. Und das alles mit einem beruhigenden Lächeln und – warum nicht – einem ausreichend interessanten Social-Media-Profil.
Schade, dass die Realität oft ein bisschen anders aussieht.
Ich wollte diesen Widerspruch anhand einer Hauptfigur beleuchten, die alles andere als heroisch ist, die zwar in der Lage ist, die Gesellschaft zu kritisieren, aber ebenso leicht in deren Fallen tappt. Ein Mann, der sich Fragen über Erfolg, Geld, Liebe, Vaterschaft, das Älterwerden seiner Eltern und vor allem über seinen eigenen Wert stellt. Ein Mann, der viele der Widersprüche der heutigen Welt erkennt, weil er schliesslich ein fester Bestandteil davon ist.
Das Ergebnis soll kein Ratgeber für den Umgang mit den Fünfzigern sein. Davon gibt es wahrscheinlich schon genug. Es ist auch keine Aufforderung, sich neu zu erfinden, sein Leben zu ändern oder einer unwahrscheinlichen, besseren Version seiner selbst nachzujagen.<br />Es ist vielmehr der Versuch, mit Aufrichtigkeit und einer gewissen Portion Sarkasmus jene Lebensphase zu schildern, in der wir beginnen, uns nicht nur mit der vergehenden Zeit auseinanderzusetzen, sondern auch mit dem, was wir getan haben, mit dem, was wir vernachlässigt haben, und mit dem, was wir vielleicht nie tun werden. Ohne dabei unbedingt nach einer tröstlichen Moral zu suchen. Denn manchmal ist das Erkennen der eigenen Widersprüche bereits ein guter Ausgangspunkt. Auch wenn wir noch nicht genau wissen, was wir damit anfangen sollen.

Verlage und die Folgen